Tagesgeld

Das Tagesgeldkonto dient in erster Linie der sehr kurzfristigen Geldanlage. Über das Guthaben bei einem Tagesgeldkonto kann jederzeit in voller Höhe verfügt werden. Der Zinssatz richtet sich nach den Zinsen am kurzfristigen Geldmarkt. Aufgrund dieser Abhängigkeit werden die Konditionen beim Tagesgeld regelmäßig an das Geldmarktniveau angepaßt. Die meisten Banken bieten eine Online Kontoführung für Tagesgeldkonten an.

Im Unterschied zum Festgeld ist der gesamte Betrag täglich fällig. Dies hat den Vorteil, dass man ohne vorherige Kündigung über das Geld verfügen kann. Diesem Hauptvorteil steht jedoch auch Nachteile gegenüber: Es ist beim Tagesgeld beispielsweise nicht möglich, sein Geld längerfristig zu einem bestimmten Zinssatz anzulegen, da dieser regelmäßig angepaßt wird bzw. werden kann. Im Vergleich zu einer Langfristanlage ist der Zinssatz zudem meist deutlich niedriger. Im direkten Vergleich zum Festgeld überwiegen jedoch die Vorteile. Oft sind die Zinskonditionen besser als beim Festgeld und man ist aufgrund der täglichen Fälligkeit deutlich flexibler. Das Tagesgeldkonto dient somit in erster Linie zum Geld parken. Überweisungen können vom Tagesgeldkonto nicht getätigt werden, ebenso ist eine Teilnahme am elektronischen Lastschriftverfahren nicht möglich.

Neukunden kommen oft in den Genuß von Zinssonderkonditionen, die teilweise mehr oder weniger deutlich über dem aktuellen Geldmarktniveau liegen und zudem oft für eine bestimmte Zeit, beispielsweise 6 Monate, garantiert werden. Doch Achtung: Oftmals gilt dieser Sonderzins nur für relativ kleine Beträge, und bei Überschreiten eines Limits wird die gesamte Summe dann nur zu einem deutlich niedrigerem Zinssatz verzinst! Wie bei allen Verträgen sollte man sich die jeweiligen Konditionen der einzelnen Banken sehr genau durchlesen.