Im Moment schießen
CFD Broker wie Pilze aus dem Boden. Das CFD Trading scheint sich zu einem Massensport zu entwickeln - aber machen CFDs als Geldanlage auch wirklich sinn?
Zunächst sollten Sie einmal verstehen, was CFD Trading ist. Kurz gefasst ist CFD Trading eine Wette auf die Kursentwicklung eines Basiswertes, die Sie mit Ihrem CFD Broker abmachen. Es gibt unzählige Anbieter, die Ihnen den Handel mit Differenzkontrakten erlauben - mittlerweile ist sogar die Sparkasse mit Ihrem Online Broker in das Lukrative CFD Geschäft eingestiegen.
Sie eröffnen bei dem entsprechenem Broker ein Konto und können dann aus einer Vielzahl an Basiswerten auswählen, auf deren Kursentwicklung dann spekuliert werden kann.
Beispiel DAX 30:
Sie kaufen einen Short CFD, mit dem Sie auf fallende Kurse des DAX spekulieren möchten.
Um einen CFD im Wert von 2000€ zu handeln, müssen Sie eine Margin von 100€ hinterlegen - die Marginanforderungen unterscheiden sich beim CFD Trading je nach Broker. Wenn der Kurs des DAX also beispielsweise um 1% fällt, dann verdienen Sie 20% Ihrer Margin, also Ihres eigentlichen Einsatzes (bei einem Hebel von 1:20). Dementsprechend ist CFD Trading risikoreicher. Desweiteren ist beim Handel mit Differenzkontrakten die Auswahl des richtigen Brokers entscheidend- wenn Sie einen falschen Partner zum Trading haben, dann verlieren Sie, weil der Broker unter Umständen gegen Sie handelt. Bei CFD Anbietern mit Nachschusspflicht haben Sie schnell das Problem, das Sie, wenn Sie falsch getippt haben, mehr verlieren, als Sie auf dem Brokerkonto eigentlich eingezahlt haben. Somit kommt es bei der Frage, ob CFDs eine sinnvolle Geldanlage sind, vor allem darauf an, welchen Broker Sie zum Trading auswählen - und natürlich darauf, ob Sie bereit sind, viele kurzfristige Trades abzuschließen.
Für die langfristige Geldanlage ("kaufen und vergessen") sind Contracts for Difference nicht geeignet.